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Debatte um neues Strommarktdesign - Ralf Schodlok beim 4. VhU-Energieforum

„Die Energieversorger stehen vor einem schwierigen Prozess mit noch unbekanntem Ausgang. Sie müssen ihre Kosten reduzieren, die Erzeugung diversifizieren und neue Geschäftsmodelle entwickeln, ohne die genaue Grundlage dafür zu kennen. Ein wichtiger Schritt wäre also in diesem Zusammenhang, sicherzustellen, dass sich Investitionen auch wirklich lohnen. Nur wenn die Rahmenbedingungen entsprechend gesetzt sind, finden sich auch neue Kapitalgeber“, sagte Ralf Schodlok, Vorsitzender des Vorstandes der ESWE in Wiesbaden und Mitglied des LDEW-Vorstandes auf dem 4. VhU-Energieforum „Mehr Wettbewerb im Strommarkt!“ am 20. August 2012, das in Kooperation mit LDEW durchgeführt wurde.

„Konventionelle Kraftwerke sind für die Versorgungszuverlässigkeit unverzichtbar. Sie werden immer dann gebraucht, wenn keine erneuerbare Energie zur Verfügung steht und das auch noch in den nächsten Jahrzehnten, also noch über eine lange Zeit hinweg. Wir brauchen einen Energiemix – auch ohne Atomkraft“, betonte er.

In der Veranstaltung stand die Frage im Vordergrund, welche Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen erforderlich sind, damit wieder mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt entsteht.

Politik und Wirtschaft, die energiepolitischen Sprecher des hessischen Landtages, der Wirtschaftsminister Florian Rentsch und Unternehmensvertreter diskutierten, ob das derzeitige Marktdesign geeignet ist, sowohl den Ausbau der erneuerbaren Energien voran zu bringen als auch zugleich die Stromversorgung in Deutschland dauerhaft zu sichern sowie den – überwiegend staatlich bedingten – Anstieg der Stromkosten zu begrenzen.

Die Positionen des LDEW Hessen /Rheinland-Pfalz finden Sie im beigefügten Papier.